Eine kurze Entwicklungsgeschichte des Honda NSX:

In den achziger Jahren machte sich Honda daran, die Vorherrschaft von Ferrari und Porsche auf dem Markt der Supersportwagen in Frage zu stellen. 1989 wurde der NSX (New Sports eXperimental) der Öffentlichkeit präsentiert und ging ein Jahr später in Produktion.

 Der technologische Triumph dieses Autos gipfelte in dem geradezu verschwenderischem Umgang mit Aluminium bei der selbstragenden Karosserie, wobei sogar die Dreieckslenker des Fahrwerks aus diesem Leichtmetall bestehen.
Und das fünf Jahre, bevor Audi mit grossem Krakeel seinen A8 herausbrachte.

Ein derartiges Auto musste einfache einen Mittelmotor besitzen, deshalb montierte Honda einen quer gelegten 3-Liter-V6, der viel Bewegungsfreiheit im Cockpit und sogar Platz für einen Kofferraum liess. Ausgestattet mit V-TEC- und VVIS-System(variable Ansaugregelung) produzierte das Aggregat 274 PS bei 7300 U/min.

Beim Getriebe überliess man dem Käufer die Wahl zwischen einer Fünfgang-Handschaltung oder einer Viergang-Automatikschaltung.
Natürlich durfte man bei solch einem Wagen auch Traktionskontrolle und ABS erwarten. Die Modelle mit Automatikschaltung besassen ausserdem eine elektronisch geregelte, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, die allerdings ab 1994 für Wagen mit Handschaltung eine kostenlose Option wurde. All diese Komponenten und nicht zuletzt die Federung, die stets für die optimale Strassenlage sorgte, machten den NSX so einfach in der Handhabung, dass die Journalisten ihn anfangs zwar als sicher, aber dafür auch als nicht besonders aufregend beschrieben.
Obwohl Honda für manche Projekte Pininfarina als Berater hinzuzog, wurde der NSX unter Zuhilfenahme des Windkanals vollständig im eigenen Haus entwickelt. Er besitzt ein längeres Heck als die meisten Mittelmotorautos, was sich jedoch äusserst vorteilhaft auf die Grösse des Kofferraums auswirkt. Der Heckspoiler verschmilzt elegant mit den Flanken des Autos und hilft, den Wagen mit seinen 274 PS bei 270 km/h auf der Strasse zu halten. Da der NSX von Hand gefertigt wurde, richtete Honda extra für ihn ein Spezielles Werk ein, das pro Tag bis zu 25 Autos herstellen konnte.

Obwohl der Wagen nicht für den Rennsport gedacht war, produzierte Honda 1992 den noch leichtgewichtigeren NSX-R, der nur 1230 kg anstatt 1377 kg wiegt, und von dem drei Exemplare 1994 in Le Mans teilnahmen.

 Zusätzliche Attraktivität gewann der NSX, als man ihm 1995 ein T-Dach im Targa-Stil spendierte.

In den USA wurde der NSX unter dem Namen Acura verkauft.
1997 erschienen zwei Versionen, je nachdem für welche Art von Getriebe man sich entschied. Das Modell mit Automatikschaltung besass den bekannten 3-Liter-Motor mit 256 PS, die Handgetriebe-Version wurde nun jedoch mit sechs Gängen und einem 3,2-Liter-Motor angeboten, der 280 PS leistete.

Irgendwann wird der NSX sicher einen Nachfolger haben, aber es wird schwer sein, einen derart perfekten Klassiker zu ersetzen.

HSC???

Oder die neuste Studie aus Detroit???